Das Land an der Südwestspitze Europas hat in den vergangenen Jahrzehnten große politische Unruhen hinter sich und konnte sich seit der Demokratisierung und dem Beitritt zur Europäischen Union zu einem gefragten Urlaubsland entwickeln. Portugal hat etwa 10,5 Millionen Einwohner, die Hauptstadt Lissabon liegt nahe der Westküste und beherbergt rund 500.000 Menschen. Weitere bekannte Städte sind u.a. Porto und Faro. Generell ist in Portugal die Westküste die am stärksten besiedelte Region, während die Siedlungsdichte im Hinterland sehr gering ist.
Sehr beliebt bei Urlaubern ist der südliche Küstenabschnitt, die Algarve, die für ihre langen Strände und schroffen Felsklippen bekannt ist. Dazwischen tummeln sich hübsche alte Städte, die jedoch auch mit einigen Auswüchsen des Massentourismus zu kämpfen haben. Doch das Angebot an guten und komfortablen Ferienwohnungen und Ferienhäusern ist groß, wenn gewünscht mit Meerblick oder eigenem Pool – ideal für einen Badeurlaub in Portugal. Ein Sprung ins kühle Nass ist im Sommer an der Algarve auch notwendig, kann es hier doch tatsächlich sehr heiß werden mit nur sehr wenigen Niederschlägen. Im Norden des Landes ist das Klima dagegen deutlich milder, der Norden Portugals wird daher teilweise auch „der Garten“ genannt. Die Vegetation ist hier deutlich üppiger, es wächst Wein und Gemüse, es vermischen sich gemäßigtes und subtropisches Klima.
Reizvoll ist eine Reise auf die portugiesischen Inseln. Hier sind vor allem Madeira und die Azoren zu nennen. Letztere liegen weit draußen im Atlantik auf dem Mittelatlantischen Rücken und sind auch als Wetterküche Europas bekannt. Das Wetter ist hier ganzjährig ausgesprochen mild, extreme Temperaturen kommen praktisch nicht vor, was die Inselgruppe zunehmend zu einem beliebten Touristenziel macht. Die immergrüne Insel zeichnet sich durch eine üppige Vegetation und eine große Artenvielfalt aus. Durch die abgelegene Lage haben sich einige Tier- und Pflanzenarten erhalten, die es nur hier gibt.
Madeira hingegen liegt deutlich südlicher vor der Küste Nordafrikas und kann von subtropischen Klimaeinflüssen profitieren. Das Klima ist hier ganzjährig ähnlich. Die bergige und mit viel Wald bewachsene Inseln gilt als Wanderparadies und traditionelles Urlaubsziel der Briten. In den letzten Jahren nimmt die Zahl deutscher Urlauber jedoch stetig zu.
Wer es lieber etwas urbaner mag, kann natürlich auch eine Städtereise in Portugal unternehmen. Lissabon und Porto sind dafür ideale Destinationen, die beiden größten Städte des Landes verfügen über zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten, eine gute Infrastruktur und jede Menge Möglichkeiten zum Ausgehen.
So ist das Stadtbild von Lissabon bis heute überwiegend von Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert geprägt, die sich teilweise zu schönen Ensembles gruppieren. In der Altstadt herrscht noch ein mittelalterliches Straßenbild vor mit kleinen engen Gassen, wie sie typisch sind für viele Länder in Südeuropas. Mehrere große Paläste zeigen jedoch, dass hier auch große Politik gemacht wurde und wird.
Weiter nördlich liegt Porto, eine der ältesten europäischen Städte. Auch Porto verfügt über eine sehenswerte Altstadt und ist insbesondere bekannt für seine barocken Kirchen. Die Lage auf beiden Seiten der Mündung des Duero gibt der Stadt ein hügeliges Profil mit schönen Aussichtspunkten in Richtung Atlantik.
Doch egal wo man sich gerade in Portugal aufhält, die Portugiesische Küche bietet im ganzen Land einige typische Köstlichkeiten. Traditionell werden in Portugal viele Suppen und Eintöpfe gegessen, aber auch Fisch und Fleisch spielen eine große Rolle. Als Nationalgericht gilt so zum Beispiel Stockfisch, den man in unzähligen Varianten serviert bekommen kann. Selbst den Weg in die Suppen findet er. Alte arabische Einflüssen zeigen sich vor allem im Bereich der Süßspeisen, wo man die ein oder andere Kalorienbombe probieren sollte.
